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Der Arbeitskreis Universität Tübingen im Nationalsozialismus PDF Drucken

 

 Im Juli 2002 wurde auf Einladung des Rektors ein Arbeitskreis "Universität im Nationalsozialismus" gebildet. Ursächlich für diesen Vorgang war die öffentliche Erörterung der Frage der Beschäftigung von Zwangsarbeitern an Klinikum und Universität während des Zweiten Weltkriegs anlässlich eines Besuchs ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter Ende September 2001 in Tübingen.
 
Ziel des Arbeitskreises ist es, die Geschichte der Universität und des Universitätsklinikums während der Zeit des Nationalsozialismus zu erforschen.

Der Arbeitskreis trat am 24.07.2002 zu seiner ersten Sitzung zusammen. Ihm gehören derzeit Wissenschaftler der Universität Tübingen und des Tübinger Umfelds aus unterschiedlichen Fächern an. Der Arbeitskreis steht weiteren interessierten Wissenschaftlern offen. Zum Sprecher wurde Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing gewählt.

Die Forschungsergebnisse zu bestimmten Themen formuliert der Arbeitskreis in Form von Berichten, die dem Rektorat zur Veröffentlichung vorgelegt werden. Bislang wurden Berichte zu folgenden Themen publiziert:

- Aberkennung von Doktortiteln an der Universität Tübingen im Nationalsozialismus (2003)
- Juden an der Univerität Tübingen im Nationalsozialismus (2006)
- Zwangsarbeiter an der der Universität Tübingen im Nationalsozialismus (2007)
- Zwangssterilisationen an der Universität Tübingen im Nationalsozialismus (2008)
-'Zigeunerforschung', 'Kriminalbiologie' und Zwangssterilisierungen an 'Zigeunern' an der Universität Tübingen (2011)

Im Juli 2010 erschien ein von mehreren Mitgliedern des Arbeitskreises herausgegebener Sammelband, der den aktuellen Stand der Forschung zur Universität Tübingen im Nationalsozialismus bündelt.

Der Arbeitskreis fungiert als Ansprechpartner für Fragen zur Universität Tübingen im Nationalsozialismus.
 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Mai 2011 um 09:56 Uhr